Woller Ernst ©

Gute Basis für Erfolgsweg der Kulturstadt Wien

"Wir beschließen heute ein Kulturbudget für das Jahr 2012 auf gleichbleibend hohem Niveau. Das ist in finanziell schwierigen Zeiten ein besonderer Erfolg. Das Wiener Kulturbudget von 229 Millionen Euro sichert die hohe Qualität, Vielfalt und die Breite der Wiener Kultur ab", betonte Gemeinderat und Kultursprecher Ernst Woller in der Spezialdebatte zur Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft im Zuge der Budgetdebatte am 22. November 2011.

Woller verwies weiters darauf, dass Kultur in Wien als Motor für den Tourismus fungiere, den Wirtschaftsfaktor stärke und schließlich auch viele Arbeitsplätze sichere. "In Wien werden keine Kulturinstitutionen eingespart. Das ist nicht selbstverständlich, denkt man nur daran, dass es etwa in New York, nach der Schließung der City Opera, nur mehr ein Opernhaus geben wird - in Wien dagegen vier", erläuterte Woller. 
 
Vernünftig Sparen und Kooperationen nutzen
Durch vernünftiges Sparen ermögliche die Stadt mit gleich viel Geld mehr umsetzen zu können: "Durch die Nutzung von Synergien und intelligenten Kooperationen schaffen wir Spielraum für Neues", so der Gemeinderat. Als Beispiel nannte Woller etwa die Kammeroper, die eine Kooperation mit der Freien Szene und einem Opernstudio des Theater an der Wien habe. "Das Theater spielt in Wien eine große Rolle. Nirgendwo auf der Welt gibt es bezogen auf die Bevölkerungszahl so viele Aufführungen, Bühnen und so viele BesucherInnen wie in Wien", so der Kultursprecher. Diese große Rolle zeige sich auch im Kulturbudget, wo rund 100 Millionen Euro für die darstellende Kunst, für bauliche und technische Investitionen bereitgestellt werden. "Wir fördern große und kleine Theater, denn beide machen den Erfolg der Kulturstadt Wien aus", stellte Woller klar. 
 
2010 war ausgezeichnetes Jahr für Vereinigte Bühnen Wien
Als Beispiele nannte Woller das Wiener Opernhaus im Theater an der Wien, als auch künstlerische und wirtschaftliche Erfolge beim Musical, wo es in beiden Musicalhäusern zu einer Auslastung von über 90 Prozent kam. Überdies verwies Woller darauf, dass der Finanzierungsbeitrag der Vereinigten Bühne Wien in wenigen Jahren von 40 auf 36. Millionen gesenkt worden sei: "Und dies auf höchstem künstlerischen Niveau, bei größtem Publikumszuspruch und der Sicherung von 750 Arbeitsplätzen", freute sich Woller. Auch die Theaterreform habe in acht Jahren große Erfolge gebracht: "Es wird zu einer Effizienzsteigerung kommen, durch Evaluierung der Theaterreform im Jahr 2012, die die Basis der nächsten Periode der vierjährigen Konzeptförderung ab 2013 sein wird", stellte Woller klar. 
 
Wien ist Stadt des Films und der bildenden Kunst
"Wien wurde in den vergangenen Jahren nicht nur eine Stadt des Films, sondern auch eine Stadt der Bildenden Kunst, was der "Run" auf die Museen belegt", freute sich Woller. Diese Erfolge begründen sich auch durch eigene Einrichtungen der Stadt Wien wie etwa das Wien Museum oder die Kunsthalle Wien oder das Museum auf Abruf (MUSA). Woller verwies weiters darauf, dass besonders die Kunsthalle Wien in der "Champions-League" der zeitgenössischen Kunst mitspielt.
 
Interkulturelle Vereine sind enorme Bereicherung 
Abschließend nannte Woller als weitere wichtige Punkte auch die Kunstvermittlung und den Zugang zur Kunst wie z.B. durch das popfest Wien. Überdies verwies der Kultursprecher auch auf die großartige Arbeit der Ehrenamtlichen, wie sie etwa in Bezirksmuseen geschehe und auch in hunderten Vereinen und Initiativen. Besonders hob Woller dabei die interkulturellen Vereine hervor, die durch die MA7 gefördert werden. "2010 wurden insgesamt 155 Vereine gefördert - gerade diese vielen interkulturellen Initiativen mit unzähligen AktivistInnen sind eine enorme Bereicherung und ein wichtiger Teil der Wiener Kultur" so der Kultursprecher abschließend: "Das Wiener Budget 2012 ist eine gute Basis, den Erfolgsweg der Kulturstadt Wien fortzusetzen und weiter zu entwickeln".

Personen:

23.11.2011