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Anlässlich des 130. Geburtstages von Otto Bauer am 5. September 2011 steht das Symposium diesmal unter dem Motto: Otto Bauer und die sozialistische Gesellschaftsordnung Über fast vier Jahrzehnte hinweg hat sich der Denker Otto Bauer darum bemüht, die Voraussetzungen für eine sozialistische Gesellschaftsordnung auf demokratischem Wege zu ergründen. Der Politiker Bauer kämpfte an der Spitze der österreichischen Sozialdemokratie während der 1. Republik für die Verwirklichung des Sozialismus. Der Vormarsch des Faschismus setze diesen Bemühungen ein jähes Ende. Welche Bedeutung hat diese Zielsetzung noch für die gegenwärtige Sozialdemokratie? Welche konkreten Ziele muss die Sozialdemokratie heute verfolgen, um im Geiste Otto Bauers einen gesellschaftlichen Umbruch herbeizuführen? 20. Josef Hindels-Symposium: Otto Bauer und die sozialistische Gesellschaftsordnung 11.02.2011 09:30 bis 19:00 Wiener SPÖ-Bildungszentrum, Praterstraße 25, 1020 Wien Programm: Samstag Vormittag: Begrüßung: Ernst Woller Einleitende Worte: Ernst Nedved Podiumsdiskussion: Marcus Schober (Moderation) Karl Blecha (PVÖ) Christine Lapp (Nationalratsabgeordnete) Irini Tzaferis (SJ Wien) Gerhard Zahler-Treiber (Philosoph) Robert Misik (Journalist) Samstag Nachmittag: Workshop 1: Sozialistische Gesellschaftsordnung Der erste Workshop am Samstag befasst sich mit dem Thema Sozialistische Gesellschaftsordnung, das bei Otto Bauer während seiner ganzen Schaffenszeit stets im Mittelpunkt seiner Überlegungen stand. Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, welche Bedeutung die Überwindung des Kapitalismus und die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft im Denken von Otto Bauer hat und inwieweit diese Überlegungen für die gegenwärtige Sozialdemokratie noch von Bedeutung sind. Referenten: Mag. phil. Alessandro Barberi – Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien; BSA und Wiener Bildung Dr. phil. Gerhard Zahler-Treiber/ Martin Gutlederer Workshop2: Widerstand, Verfolgung und Exil der österreichischen Sozialdemokratie 1934-1945 Nach den Februarkämpfen 1934 setzte Otto Bauer mit dem von ihm gegründeten Auslandsbüro der österreichischen Sozialdemokraten (ALÖS) in Brünn den Kampf gegen den Austrofaschismus fort. Im Inland organisierten die Revolutionären Sozialisten den Widerstand. Nach dem „Anschluss“ im März 1938 wurden unzählige SP-FunktionärInnen Opfer des NS-Terrors, in Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet oder ins Exil vertrieben. Nur ein kleiner Bruchteil der Vertriebenen wurde von der SPÖ nach 1945 zur Rückkehr eingeladen. Referent: Mag. phil. Peter Schwarz – Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Workshop 3: Wirtschaftsdemokratie Der dritte Workshop befasst sich mit dem Thema Wirtschaftsdemokratie und soll die Gedanken Otto Bauers zur Vergesellschaftung der Wirtschaft in ihrer modernen Gestalt als Demokratisierung dieses Bereiches weiterdenken Referenten: Peter Ulrich Lehner – Mitbestimmung Zeitschrift für Demokratisierung der Arbeitswelt; Dr. Peter Grabner – Vizepräsident Wirtschaftsverband Wien Workshop 4: Wirtschaftskrise Der vierte Workshop wird sich mit dem Thema Wirtschaftskrise auseinandersetzen und dabei das Keynesianische Verständnis der Krisenursachen einer unregelmentierten Marktwirtschaft, das Otto Bauer noch nicht bekannt war, der marxistischen Analyse der permanenten Krisenanfälligkeit des Kapitalismus gegenüberstellen. Besondere Beachtung soll dabei die Frage finden, ob zwischen der gegenwärtigen und der Krise der Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts tiefere Zusammenhänge bestehen. Referent: Univ.-Doz. Dr. Fritz Weber – Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Wirtschaftsuniversität Wien
Bildungsprogramm der Wiener SPÖ 2011/12
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