Grundlagen der linken Theoriebildung Header ©

Grundlagen der linken Theoriebildung

15.02.2012 18:30 bis 20:30

SPÖ Wiener Bildungszentrum, 2., Praterstraße 25

Im Rahmen des Bildungsprogramms 360° Politische Kommunikation referiert Mag. Alessandro Barberi, BSA und Universität Wien, zum Thema „Macht – Souveränität – Herrschaft. Grundlagen der linken Theoriebildung“.

Die Reihe umfasst 10 Abende, deren Termine bei der ersten Abendeinheit oder auf Anfrage bekannt gegeben werden.

1. Abendeinheit: Mittwoch, 15.2.2012, 18.30 Uhr
Ort: SPÖ Wiener Bildungszentrum, 2., Praterstraße 25

http://homepage.univie.ac.at/alessandro.barberi/


Die Reihe umfasst 10 Abende.

1. Abendeinheit: Mittwoch, 15. Februar 2012, 18.30 Uhr
Ort: SPÖ Wiener Bildungszentrum, 2., Praterstraße 25

Modul 1 | Politische Bildung
Kennziffer: M1.8

Macht – Souveränität – Herrschaft
Grundlagen der linken Theoriebildung

Die Begriffe Macht, Herrschaft und Souveränität beschreiben durchaus ähnliche Bereiche der Gesellschaft und verweisen doch auf Unterschiedliches: So ist in der ArbeiterInnenbewegung etwa mit der „bürgerlichen Herrschaft“ immer auch die Unterdrückung des Proletariats mitgedacht worden, wohingegen der Machtbegriff auf feingliedrige Mechanismen der Unterwerfung und der Disziplinierung gerichtet werden kann. Bei beiden Begriffen geht es aber immer auch um Souveränität, die – juristisch, soziologisch und historisch – auf die Person und Macht des Königs zurückgeht.

Seit dem 19. Jahrhundert ist die Geschichte der Linken und ihrer Theorien, Begriffe und Modelle zutiefst mit dem durch diese drei Begriffe umschriebenen Feld verbunden. Daher soll im Rahmen dieses Seminars versucht werden, anhand klassischer Texte der linken Theoriebildung diesem wichtigen Problembereich nachzugehen. Ausgehend von Marx’ Kapitalismuskritik oder auch Gramscis Hegemonietheorie sollen dabei vor allem die (deutsche) Frankfurter Schule und der sog. (französische) Poststrukturalismus anhand von closed bzw. guided reading durchgearbeitet werden.

Im Blick auf die "Dialektik der Aufklärung" von Adorno und Horkheimer wird es dabei um die Foucaultsche Unterscheidung von Macht, Wissen und Subjekt genauso gehen, wie etwa mit Habermas’ „Erkenntnis und Interesse“ Fragen nach der Situiertheit und Herrschaftsbezogenheit unseres Wissens aufgeworfen werden, die auch Jacques Derrida mit dem Begriff der „techno-medialen Macht“ umrissen hat. Und auch der Kapitalismusbegriff, den Félix Guattari und Gilles Deleuze uns – etwa mit dem Anti-Ödipus – hinterlassen haben, kann mit jenem verglichen und verbunden werden, den Alexander Kluge und Oskar Negt in „Geschichte und Eigensinn“ ausgearbeitet haben. Aber auch Pierre Bourdieus Kultursoziologie der Repräsentation und Axel Honneths Anerkennungstheorie warten auf eine Verbindung von Frankfurter Schule und Postrukturalismus, die – zumindest in Ansätzen – durch Lektüre, Diskussion und Filmsichtungen in diesem Seminar geleistet werden soll.

Alle zehn Abendtermine im Überblick:

1. Abendeinheit: Mittwoch, 15. Februar 2012, 18.30 Uhr
2. Abendeinheit: Donnerstag, 1. März 2012, 18.30 Uhr
3. Abendeinheit: Donnerstag, 15. März 2012, 18.30 Uhr
4. Abendeinheit: Donnerstag, 29. März 2012, 18.30 Uhr
5. Abendeinheit: Donnerstag, 12. April 2012, 18.30 Uhr
6. Abendeinheit: Donnerstag, 26. April 2012, 18.30 Uhr
7. Abendeinheit: Donnerstag, 3. Mai 2012, 18.30 Uhr
8. Abendeinheit: Donnerstag, 17. Mai 2012, 18.30 Uhr
9. Abendeinheit: Donnerstag, 31. Mai 2012, 18.30 Uhr
10. Abendeinheit: Donnerstag, 21. Juni 2012, 18.30 Uhr

Dateien:

Jetzt anmelden!