Bildungsausschusses der SPÖ
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Die Norwegische Bevölkerung verdient den Friedensnobelpreis!
Es verdient größten Respekt, wenn ein Volk mit der Regierung auf einen der schrecklichsten Attentate der eigenen Geschichte nicht mit Repression und plumper Anti-Terror-Rhetorik antwortet sondern mit dem Bekenntnis zu noch mehr Offenheit und Demokratie. Die SPÖ-Wien und Grüne stellen im Landtag am 27. Jänner einen dementsprechenden Resolutionsantrag.
Am 26. Juli 2011 richtete Anders Behring Breivik im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt Oslo durch die Explosion einer Autobombe und in einem Jugendferienlager auf der Insel Utöya durch gezieltes Erschießen von Menschen ein Blutbad an, bei dem es 77 Tote, die meisten davon Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren, gab.
Die Reaktionen der Bevölkerung, des Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg und der Regierung von Norwegen waren von tiefer Trauer und Entsetzen geprägt. Soweit aus den Medien zu entnehmen war, gab es trotzdem keine Rufe nach Rache, keine Rufe nach Einführung der Todesstrafe, keine Rufe nach einer intensiveren Kontrolle des einzelnen Menschen und auch keine Rufe nach Verschärfung der Gesetze, welche die Freiheit des Einzelnen zugunsten einer vermeintlichen Sicherheit einschränken sollten. Das Verhalten der norwegischen Bevölkerung kann trotz der großen Zahl an Opfern als vorbildhaft bezeichnet werden, zumal es nur die Forderung nach noch mehr Demokratie, nach noch mehr Offenheit und nach noch mehr Humanität gegeben hat. Damit haben sich das norwegische Volk und die norwegische Regierung in besonderer und einmaliger Weise um den Frieden verdient gemacht.
Hier der Antrag im Wortlaut. http://db.tt/VEcLO5xh